Über den Park

Zielsetzungen und Planungsstrategien

Der Bauherr, die Stadt Georgsmarienhütte, lernte die Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung (FFS) zunächst im Rahmen einer Veranstaltung der Bundesumweltstiftung in Osnabrück und daraufhin erfolgter Recherchen im Internet und Planungsempfehlungen kennen.

Die Zielsetzungen für die Frei- und Sportfläche bei der Antoniusschule in Georgsmarienhütte im Rahmen der Neu- bzw. Umgestaltung sowie die Leitgedanken der FFS zu Planungshintergründen und Vorgehensweisen deckten sich. Insbesondere was die Methode im Rahmen von Beteiligungsverfahren innerhalb von naturnah ausgerichteten Konzeptionen anbelangt.

Nach einem ersten Kennenlern Gespräch sowie Vorstellung der anvisierten Ziele in einer Sitzung des zuständigen Fachausschusses des Rates der Stadt Georgsmarienhütte, erfolgte der Auftrag zur Durchführung einer Planerrunde vor Ort. Wesentliches Ziel war dabei eine aktive Bürgerbeteiligung und Schaffung diverser Akteursgruppen.

 

Die gemeinsame Planerrunde

Am 03. September 2011 fand die gemeinsame Planerrunde in Räumen der Antoniusschule statt. Neben Vertretern der Stadtverwaltung im Beisein des Bürgermeisters, waren der Schulleiter und Lehrer der Antoniusschule, Vertreter des Schulelternrates, des Arbeitskreises Holzhauser Leben, der Offene Jugendarbeit, der Städtischen Jugendpflege, des Fördervereins der Antoniusschule, der Kirchengemeinde, Mitglieder aus den Ratsfraktionen, Jugendliche und Kinder aus Holzhauser selbst, sowie Vertreter der Anwohner am Planertag aktiv beteiligt.

Richtziele und Leitgedanken

das derzeitige Gelände kann grob in drei Großbausteine unterteilt werden. Einerseits in eine kleine Schulhoffläche, weiter in eine erweiterte Schulhoffläche, die parallel als öffentliche Spielanlage genutzt wird und drittens in ein Sportfeld, das unstrukturiert Teil der Gesamtlandschaft ist. Nach der Umgestaltung soll sich die Anlage unter Beibehaltung der standorttypischen Randgehölze im entsprechend ins Landschaftsbild einfügen und einer multifunktionalen Nutzung zugeführt werden. Dabei soll in Richtung Westen ein Wall zur Begrenzung des Geländes zur geplanten Bebauung ausgebildet werden, der in Teilen auch als Nettospielfläche mit genutzt werden soll.

Integraler Bestandteil der Planung sollen die generationsübergreifenden Wünsche sowohl der Schule als auch der dort lebenden Bewohner werden. Das gilt auch für den Arbeitskreis „Holzhauser-Leben!“ und die Stadtverwaltung, unter anderem vertreten durch das Bauamt sowie Abteilung für Soziales, Bildung und Sport.

Grobziele

Die Anlage soll so gestaltet werden, dass sie den pädagogischen Zielsetzungen der Schule, aber auch den Zielen der anderen Akteursgruppen entspricht

  • naturnahe Gestaltung
  • Errichtung einer Gesamtkonzeption
  • kostenbewusste und kostengünstige Planung
  • der Pflegeaufwand soll gering bleiben

 

Wünsche und Ziele bei der Gestaltung des Außengeländes

  • Direktes Umfeld der Schule soll nach den DIN EN Bestimmungen überprüft und ggf. modifiziert werden.
  • Das Spielfeld soll zu einem multifunktionalen Freigelände überplant werden
  • Naturnahe Planung
  • Ballspielbereich einplanen
  • Öffentlicher Spielbereich soll aufgewertet werden
  • Vorhandenen Baumbestand schützen
  • Geräuschemissionen reduzieren
  • Auf Nachbarschaft Rücksicht nehmen
  • vielfältige Bewegungsangebote
  • differenzierte Raumangebote
  • Sportmöglichkeiten für die Schule und den Verein
  • Keine Nutzung für sportliche Veranstaltungen am Wochenende (z.B. Vereinsturniere)
  • Flutlichtanlage zurückbauen
  • Bestehende Wegeführung durch die Anlage erneuern, anregender gestalten
  • Rückzugsräume für Kinder
  • Kommunikationsorte für Jung und Alt mit sinnlicher Anregungsvielfalt